Molino de las Pilas
Avenida Menéndez Pelayo S/N, Parque Municipal •
30550
ABARÁN
Information
Eine Flussmühle am Segura
Die Molino de las Pilas befindet sich im heutigen Stadtpark von Abarán am Fluss Segura und ist ein bedeutendes Beispiel für das hydraulische und ethnografische Kulturerbe der Gemeinde. Ihre Geschichte ist eng mit der traditionellen Nutzung des Wassers des Segura und mit der Bedeutung des Mühlenwesens für die Wirtschaft von Abarán verbunden.
Die Mühle wurde 1853 als Neubau auf Initiative mehrerer Privatpersonen errichtet, da eine zusätzliche Anlage benötigt wurde, um den Bedarf der Bevölkerung zu decken. Die einzige bis dahin bestehende Mühle, die Molino de la Encomienda, verfügte nur über einen einzigen Mahlstein und war daher nicht ausreichend. Die Molino de las Pilas blieb von Ende der 1850er Jahre bis in die 1970er-Jahre in Betrieb.
Die Nutzung der Wasserkraft
Es handelte sich um eine Regolfo-Mühle, deren Betrieb auf einem hydraulischen System mit mehreren Elementen beruhte. Das Wasser wurde mithilfe des Mühlenwehrs (Azud del Molino) aus dem Fluss abgeleitet. Dieses Wehr wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und ist heute nicht mehr erhalten. Anschließend wurde das Wasser über El Cequión, einen noch erhaltenen Kanal, zur Mühle geleitet. Im Mühlengebäude befanden sich zwei Mahlsteine, mit denen Getreide zu Mehl verarbeitet wurde.
Die Mühle erhielt ihren Namen von der öffentlichen Viehtränke, die 1804 von der Stadtverwaltung errichtet wurde. Sie bestand aus mehreren steinernen Becken und wurde über einen Kanal mit Wasser aus der Acequia Principal de Abarán, dem wichtigsten Bewässerungskanal der Gemeinde, versorgt. Die Existenz dieser Viehtränke gab dem Ort den Namen «Las Pilas», der später auch auf die Mühle überging.
Ein Ort mit jahrhundertelanger Geschichte
Der Standort der heutigen Mühle blickt auf eine wesentlich ältere Mühlentradition zurück. Bereits im 16. Jahrhundert, während der Zeit der Morisken, befand sich an dieser Stelle eine Mühle. Die sogenannte Mühle von Hernán Tornero ist bereits für das Jahr 1548 als in Betrieb dokumentiert. In einem Dokument aus dem Jahr 1604 wird sie als «die Mühlen am Fluss» bezeichnet, da sie über zwei Mahlsteine verfügte.
Sie gehörte dem Orden von Santiago, ebenso wie die Getreidemühle in der Huerta, die seit 1515 am Ende der Acequia Principal de Abarán lag. Die schriftlichen Hinweise auf diese ältere Flussmühle verlieren sich im Laufe des 17. Jahrhunderts, einer Zeit, die von einer demografischen Krise infolge der Vertreibung der Morisken im Jahr 1613 geprägt war.
Vom Soto del Río zum Stadtpark
Die Mühle befindet sich in einem Gebiet, das früher als «Soto del Río Segura» bekannt war und auch die Bezeichnungen «Las Pilas» sowie ab 1853 «Soto del Molino del Río» trug. Traditionell wurde das Gebiet als Weideland für das Vieh genutzt, das über die nahegelegene Cañada Real de la Sierra del Oro, einen traditionellen Viehtriebweg, zog.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann sich der ehemalige Flusswald zu einem Erholungsgebiet zu entwickeln. Im Jahr 1909 erfolgte die erste dokumentierte Baumpflanzung auf Initiative der Stadtverwaltung. Diese Maßnahme wurde im darauffolgenden Jahrzehnt anlässlich des Tages des Baumes fortgesetzt. Die Beteiligung der Schulkinder aus Abarán an der Pflanzung von Eukalyptusbäumen trug dazu bei, den ehemaligen Flusswald in einen Erholungs- und Freizeitbereich zu verwandeln.
Quelle und Urheberschaft
Informationen: Legado Vivo – Molino de las Pilas
Originaltext: Jesús Joaquín López Moreno (2018).
Bibliografie: Caballero Soler, J. (2018), «La intrahistoria del Parque Municipal de Abarán», Actas IV Jornadas de Investigación y Divulgación sobre Abarán y el Valle de Ricote, Asociación Cultural «La Carraila», Murcia, S. 189–223.
Recursos relacionados
Anreise
Contacto directo: